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UMSICHT-Wissenschaftspreis für Wissenschaftler und Journalisten ausgeschrieben (Bewerbung bis zum 31. März)

06

2012

Neue Forschungsansätze im Energie- und Umweltbereich sind durch Energiewende und Ressourcenverknappung gefragter denn je. Auch der Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft zu diesen Themen wird zunehmend wichtiger, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. Beide Aspekte zeichnet der UMSICHT-Förderverein mit dem UMSICHT-Wissenschaftspreis für industrie- und marktnahe Forschungsarbeiten und journalistische Beiträge aus dem Bereich Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2012. 

Der Verein zur Förderung der Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik e.V. verleiht den UMSICHT-Wissenschaftspreis in diesem Jahr zum dritten Mal im Bereich Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik. Der Preis wird in der Rubrik Wissenschaft für industrie- und marktnahe Forschungsarbeiten, im Bereich Journalismus für die verständliche Darstellung wissenschaftlicher, praxisrelevanter Themen verliehen. Das Preisgeld verteilt sich auf einen mit 10 000 Euro dotierten Preis in der Rubrik Wissenschaft und zwei mit je 2500 Euro dotierte Preise in der Rubrik Journalismus.


»Bildung, Wissenschaft und auch Innovation sind aus meiner Sicht die elementaren Bausteine zur langfristigen Sicherung volkswirtschaftlicher und kultureller Prosperität. Bisweilen fehlt es allerdings in NRW und insbesondere im Ruhrgebiet noch an der interdisziplinären Vernetzung und der konsequenten Verzahnung mit der Industrie.

Um in diesem Sinne zu wirken, besonders in den gesellschaftlich so wichtigen Bereichen der Umwelt und Energie, übernehme ich gern die Schirmherrschaft für diesen Förderpreis«, begründet der Schirmherr des Preises, Prof. Dr. med. Grönemeyer, seine Motivation.

Praxisnah und allgemeinverständlich

Wichtige Kriterien für die Bewertung in der Rubrik Wissenschaft sind Innovationsgrad, Praxisrelevanz, Nutzen für Umwelt und Gesellschaft und Nachhaltigkeit. Aber auch interdisziplinäre Herangehensweisen, Mut bei der Wahl des Ansatzes und die allgemeinverständliche und überzeugende Präsentation der Themen spielen ebenfalls eine Rolle bei der Beurteilung. In der Rubrik Journalismus geht es darum, ein komplexes Thema aus dem Bereich der Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik verständlich aufzubereiten und darzustellen und damit zur Meinungsbildung in der Gesellschaft beizutragen. Möglich sind Print-, Audio-, Video- und Onlinebeiträge.

Preisträger in der Rubrik Wissenschaft 2011 wurde Prof. Dr. Andreas Fath. Er erhielt den Preis für seine Arbeit über die elektrochemische Zersetzung perfluorierter Tenside (PFT). Im Jahr 2006 wurden erhöhte Konzentrationen der Verbindung in unterschiedlichen Oberflächengewässern nachgewiesen. Mit dem neu entwickelten elektrochemischen Prozess gelingt es, PFTs in Fluorsäure, Wasser und Kohlendioxid zu mineralisieren, so dass keine schädlichen Rückstände verbleiben. »Don’t hesitate, innovate! Das ‚nicht Zögern’ gilt auch für das Einreichen Ihrer Projekte, denn eine Innovation in der Schreibtischschublade oder Ihrem Kopf nützt keinem«, ermutigt Fath neue Bewerber.

Zukunftsthemen unserer Gesellschaft

Dr. Arndt Reuning, Träger des UMSICHT-Wissenschaftspreises 2011, Rubrik Journalismus erhielt den Preis für ein Hörfunk-Feature, das die Wasserversorgung von Millionenstädten und ihre Bedrohung von zwei Entwicklungen thematisiert: dem Bevölkerungszuwachs und dem Klimawandel. Die Sendung zeigt technische Lösungen auf, mit denen in Zukunft die Wasserversorgung von Metropolen gesichert werden könnte und diskutiert politische Handlungsoptionen. »Der UMSICHT-Wissenschaftspreis lenkt mit seinem einzigartigen Profil den Blick auf die entscheidenden Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Es lohnt sich, dabei zu sein«, sagt Reuning.

Dr. Barbara Kruse nahm stellvertretend für das Redaktionsteam des Wissenschaftsmagazins RUBIN der Ruhr-Universität Bochum den Wissenschaftspreis 2011 in der Rubrik Journalismus für ein Sonderheft zum Schwerpunkt Energie entgegen. Dem Redaktionsteam gelang es, hochwertige wissenschaftliche Inhalte und deren Hintergründe auch fachlich nicht versierten Lesern nahe zu bringen. »Menschen, die in Wissenschaft und Journalismus tätig sind, verbindet Neugier, Begeisterung für ein Thema und mehr und mehr auch das Interesse und die Freude daran, schwierige Sachverhalte einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen«, bringt es Kruse auf den Punkt.

32 Bewerbungen gingen im vergangenen Jahr ein, darunter 22 wissenschaftliche und zehn journalistische. Das Themenspektrum reichte von intelligenten Stromzählen über Solarspeicher bis zur unternehmerischen Normbefolgung. Bei den eingereichten journalistischen Arbeiten stand die Auseinandersetzung mit dem Thema Energie im Fokus.

Jetzt bewerben: ganz einfach und bis zum 31. März

Die eingereichten Arbeiten sollten nicht älter als zwei Jahre sein. Zu den Bewerbungsunterlagen gehören: die Forschungsarbeit oder Publikation, eine Zusammenfassung der Arbeit (max. 3 DIN A4-Seiten), Text mit dem Titel »Darum beschäftige ich mich mit Forschung (max. 1 DIN A4-Seite), Bewerbungsformular, ein Lebenslauf und eine Einverständniserklärung. Alle Unterlagen sollten in elektronischer Form an Christina Demmer geschickt werden.

 

Quelle: Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und
Energietechnik UMSICHT

Bild:

Prof. Dr. Andreas Fath, Dr. Barbara Kruse und Dr. Arndt Reuning (v.l.) freuen sich sehr über die Auszeichnung. © Fraunhofer UMSICHT

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