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Umfangreiche Sanierung könnte Milliarden an Stromnetzinvestitionen einsparen

Okt

27

2015

Hocheffiziente Gebäude bringen nicht nur auf Gebäudeebene Vorteile mit sich, sondern können auch für das Stromnetz von großem Nutzen sein. Finanziell ließe sich dieser Nutzen mit einem um 89 – 153 Milliarden Euro verringerten Investitionsaufwand bis 2050 bemessen. Eine aktuelle Ecofys Studie im Auftrag von Eurima hat die Auswirkungen hocheffizienter Gebäude auf das Stromversorgungssystem untersucht.

Der erwartete Anstieg des Anteils elektrischer Wärmepumpen in der Wärme- und Kälteversorgung des EU Gebäudebestands macht Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten und einen Ausbau des Netzes erforderlich. Dieser Investitionsaufwand läßt sich deutlich schmälern durch Energieeffizienzmaßnahmen, die den Energiebedarf von Gebäuden senken.

Hocheffiziente Gebäude sind für das Stromversorgungsnetz auf zweierlei Weise von Vorteil: durch einen reduzierten Energiebedarf in Gebäuden und durch ein höheres Maß an Flexibilität im Stromnetz. Beim Vergleich eines Hocheffizienz- mit einem Niedrigeffizienzszenario identifizierte die Studie  eine mögliche Einsparleistung von 57 GW Spitzenlast für das Jahr 2050 . Dies entspricht der gesamten Stromerzeugungskapazität der Niederlande und Österreich zusammengenommen. Zusätzlich würde die durch Energieeffizienz gesteigerte Flexibilität im Stromnetz die Spitzenlast des EU Stromversorgungssystems um ca. 12 GW verringern.

Der englischsprachige Bericht steht auch auf eurima.org als Download zur Verfügung.

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