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Rostocker Heizkraftwerk ist größte Anlage zur thermischen Nutzung von Ersatzbrennstoffen in Mecklenburg-Vorpommern

Aug

31

2010

Das im April dieses Jahres von der Vattenfall Europe New Energy Ecopower GmbH in Betrieb genommene Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk (EBS-HKW) auf dem Gelände des Überseehafens in Rostock ist mit einem Durchsatz von maximal 230.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe (EBS) pro Jahr das größte Heizkraftwerk zur thermischen Verwertung von EBS in Mecklenburg-Vorpommern. Es produziert elektrische Energie auf der Basis von Ersatzbrennstoffen aus Abfallbehandlungsanlagen und Gewerbeabfällen.

Bei der Behandlung von Siedlungs- und Gewerbeabfall wird bei entsprechender Sortierung und Aufbereitung ein Ersatzbrennstoff hergestellt, der zur Strom- und auch zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Der Einsatz von Abfall als Ersatzbrennstoff schont Energiereserven und ist im Falle der Kraft-Wärme-Kopplung auch effektiv. Nach Angaben von Vattenfall ist ein Anschluss zur Wärmeauskopplung im Rostocker Kraftwerk an vertraglich gebundene Abnehmer aus der näheren Umgebung vorhanden. Derzeit erfolgt ein Ausbau der Wärmeabgabe.

Das Aufkommen an EBS aus Siedlungs- und Gewerbeabfall beträgt in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig ca. 420.000 Tonnen pro Jahr. Die Abfallpolitik des Landes ist unter anderem darauf ausgerichtet, die Abfallwirtschaft zu einer Energie- und Ressourcenwirtschaft auszubauen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit Heizkraftwerke auf Ersatzbrennstoffbasis neben Rostock in Demmin, Stavenhagen und Hagenow.

Ein Ersatzbrennstoffkraftwerk ist ein Dampfkraftwerk, welches mit Ersatzbrennstoffen oder anderen mittel- oder hochkalorischen Reststoffen als Regelbrennstoff befeuert wird. Wegen der normalerweise unbekannten Brennstoffzusammensetzung mit potentiell gefährlichen Schadstoffen erhalten EBS-Kraftwerke immer eine Abgasreinigung nach 17. BImSchV (Verordnung über Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe) zur Abscheidung von saueren und adsorptiv anlagerbaren Schadstoffen.

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