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Projekt: Wasserknappheit könnte die Energiewende beschleunigen

Sep

12

2017

Ob und wie das global zur Verfügung stehende Wasser die Nutzung erneuerbarer Energien begünstigt und fossile Energieträger ausbremst, untersucht ein Verbund aus neun deutschen Forschungseinrichtungen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Projekt „WANDEL“ werde dazu in Koordination des Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel in den nächsten drei Jahren eine fundierte Wissensgrundlage und praxisorientierte Lösungsansätze erarbeiten, teilte die Universität Kassel am Montag mit. Das Projekt, das den Angaben zufolge vom Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „GRoW – Globale Ressource Wasser“ im Programm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ mit rund 2,5 Mio. Euro gefördert wird, soll unter anderem regulatorische und technische Lösungen aufzeigen, mit denen die Auswirkungen von Energiesystemen auf Wasserressourcen reduziert werden können. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehe die Frage, inwiefern die verfügbaren erneuerbaren Wasserressourcen die Energiewende beschleunigen oder die Umsetzung einer weltweiten Energiewende negativ beeinflussen.  Maßgebend werde dabei der Wasserfußabdruck sein, der angibt, wie viel Wasser aus welcher Region der Welt ein Konsument oder Produzent direkt und indirekt über die Herstellung eines Produktes konsumiert. Dies gelte auch für den Wasserbedarf zur Energiebereitstellung und -nutzung. Daher würden mit dem Forschungsvorhaben erstmalig die Auswirkungen der Energieerzeugung nicht nur lokal und regional im jeweiligen Wassereinzugsgebiet, sondern auch die Fernauswirkungen auf andere Regionen weltweit unter Berücksichtigung der Wasserverfügbarkeit betrachtet. In der Analyse sollten Brennpunkten hoher Wassernutzung unter den aktuellen und zukünftigen Bedingungen bis 2050 ermittelt werden. Dies soll sowohl entlang der globalen Produktions- und Versorgungsketten verschiedener Energiesysteme als auch zwischen Wasserbedarf zur Energieerzeugung und Wasserverfügbarkeit in räumlicher Auflösung geschehen. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der kommende Ausgabe von EUWID Wasser und Abwasser, die am 12. September 2017 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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