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Prognose: Geringfügiges Wachstum der EEG-geförderten Wasserkraft bis 2020

Okt

23

2015

Die Leistung von EEG-Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasserkraft wird im kommenden Jahr kaum steigen. Das zeigen die Berechnungen, die von den Übertragungsnetzbetreibern anlässlich der Ermittlung der EEG-Umlage für das kommende Jahr angestellt wurden. Im laufenden Jahr sei mit einem Nettozubau von 39 Megawatt (MW) Leistung zu rechnen. Die installierte Leistung von EEG-Wasserkraftanlagen steigt damit auf 1.504 MW. Für das kommende Jahr rechnen die von den Übertragungsnetzbetreibern beauftragten Gutachter der P3 Energy & Storage GmbH mit einem Nettozuwachs der Leistung um 43 MW. Die Stromerzeugung aus EEG-Wasserkraftanlagen wird für 2016 auf 6.246 GWh geschätzt. Grundsätzlich seien die wirtschaftlichen und technischen Potenziale für neue Laufwasserkraftwerke weitestgehend ausgeschöpft, heißt es in dem Papier. Zugleich sei ein stagnierender Zubau infolge der umfangreichen naturschutzrechtlichen Vorgaben, im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes sowie deren Umsetzung durch die Wasserbehörden der Länder, erkennbar. „Diese wasserrechtlichen bzw. ökologischen Auflagen stellen ein derzeit nur sehr schwer kalkulierbares Investitionsrisiko dar, das sich in einem reservierten Investitionsverhalten manifestiert“, skizzieren die Experten von P3 das aktuelle Umfeld im Wasserkraftsegment. Nach wie vor böten Standorte in Süddeutschland das größte Potenzial für die Stromerzeugung aus Wasserkraft. Neben Bayern und Baden-Württemberg werde allerdings auch in Nordrhein-Westfalen ein weiterer Zubau erwartet. Dabei findet die Fertigstellung einzelner Anlagen zumeist in den Sommermonaten statt, so dass der zum Frühjahr hin ansteigende Abfluss einzelner Gewässer genutzt werden kann. Ein immer größer werdender Anteil der Wasserkraftleistung wird direkt vermarktet. Verantwortlich dafür ist die verpflichtende Direktvermarktung für Neuanlagen, die im Zuge der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im vergangenen Jahr festgelegt wurde. Bei Bestandsanlagen sei indes nicht mit signifikanten Änderungen bei der Vermarktung des Stroms zu rechnen, berichtet P3 auf der Basis einer im Zuge der Studie durchgeführten Expertenbefragung. Der direkt vermarktete Leistungsanteil werde im kommenden Jahr auf 48 Prozent ansteigen, prognostizieren die Autoren der Mittelfristprognose zur deutschlandweiten Stromerzeugung aus EEG geförderten Kraftwerken. Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 44.2015 von EUWID Wasser und Abwasser, die in der kommenden Woche als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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