Perspektiven einer neuen Branche

Wirtschaftliche Einschätzung von Umweltfirmen in Berlin und Brandenburg

Titelblatt Studie Umweltfirmen
 
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Eine Vorstudie erstellt von Dipl. Ing. Eckart Schenk in Zusammenarbeit mit Dr. Jürgen Rubelt Kooperationsstelle Wissenschaft / Arbeitswelt in der Zentraleinrichtung Kooperation der Technischen Universität Berlin

Dipl.-Ing. Eckart Schenck hat an der TU Berlin Verkehrsplanung, Verfahrenstechnik und Soziologie studiert und sich im Rahmen der akademischen Selbstverwaltung intensiv mit der Rolle der Hochschule in der Gesellschaft und ihrer Entwicklung beschäftigt. Seit 2001 konzentriert er sich als Wissenschaftler und Praktiker auf die Themenfelder Mobilität und Ehrenamt, Kooperationsmanagement sowie Existenzgründungen im Wissenschaftlichen Bereich. Schwerpunkt dabei ist die prozesshafte Begleitung von unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessengruppen und deren Anliegen.

Im Fokus liegen:

Problemstellungen an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft sowie die Entwicklung innovativer und anwendungsnaher Lösungsansätze.

schenk@ztg.tu-berlin.de
http://www.dipl-ing-schenk.de/ 

Zusammenfassung

Im Jahr 2007 hat das Bundesumweltministerium die wirtschaftlichen Potenziale „grüner Technologien“ untersuchen lassen und die Ergebnisse im „Green-Tech-Atlas 2007“ präsentiert.

Aufgrund der bundesweiten Betrachtung des „GreenTech-Atlas 2007“ war es nicht möglich, zu regionalisierten Aussagen zu kommen, weshalb eine Studie angeregt wurde, in der die Ergebnisse des „Green-Tech-Atlas 2007“ für die Region Berlin / Brandenburg heruntergebrochen und um arbeitnehmerrelevante Aspekte ergänzt werden sollten. Zu diesem Zweck war eine sondierende Voruntersuchung vorgesehen.

Dafür sollte weitgehend auf dieselben statistischen Grundlagen zurückgegriffen werden, die auch Basis des „GreenTech-Atlas 2007“ sind. Zusätzlich war ein kleiner Anteil eigener Erhebungen zur Klärung ergänzender Fragestellungen angedacht. Aus diesem Grund stand zu Beginn der Projektdurchführung eine Recherche nutzbarer Sekundärstatistiken und bereits bestehenden Untersuchungen an.In deren Verlauf stellte sich jedoch heraus, dass die sechs Leitmärkte des „Green-Tech-Atlas 2007“ weder in bereits bestehenden Untersuchungen, noch in den verfügbaren Statistiken trennscharf erfasst sind, weshalb versucht wurde, im weiteren Verlauf dieser Studie dieses bestehende Manko durch eine eigene, Branchen abgrenzende Zusatzuntersuchung zu kompensieren.

Ein wesentliches und zugleich unerwartetes Ergebnis dieser zusätzlichen eigenen Befragung war die Erkenntnis, dass die Problematik der mangelnden Erfassung von Firmen in sich neu entwickelnden Branchen nicht nur darauf zurückzuführen war, dass die Statistiken der zuständigen Institutionen und deren Cluster-Strukturen nicht auf dem Stand der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung gehalten wurden.

Es stellte sich zusätzlich heraus, dass, je nach Leitmarkt, die Problematik auch bereits bei den Firmen ihren Ursprung haben kann. Diese hatten oftmals ein wenig ausgeprägtes Selbstverständnis dafür, dass sie Teil einer eigenen, neuen, innovativen Branche sind, vielmehr verstanden sie sich tendenziell eher als ein innovativer Betrieb ihrer jeweiligen Ursprungsbranche.

Diese unerwartete Wendung während der Durchführung der Voruntersuchung hat zur Folge, dass zum einen die Ziele und besonders der methodische Ansatz der eigentlichen Hauptstudie nochmals überdacht werden müssen. Zum anderen ergeben sich aber auch neue Fragestellungen nach denjenigen Prozessen, die während der Entwicklung neuer Branchen stattfinden. Bei der Suche nach Beschreibenden und identifizierenden Indikatoren für diese Prozesse sollte als ein Schwerpunkt dabei die Veränderung der Beschäftigungsverhältnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben dieser neuen Branchen untersucht werden.

Die Auswertungen der ersten Gespräche im Rahmen der Voruntersuchungen deuten hier auf eine Entwicklung hin, die folgendermaßen beschrieben werden kann:

Solange sich ein Betrieb in einem hoch innovativen Bereich befindet, stehen klassische Aspekte arbeitnehmer- und arbeitsplatzrelevanter Fagen für die Beschäftigten des Betriebs oftmals im Hintergrund.

Im Vordergrund dagegen stehen die inhaltliche Perspektive und der forschende Charakter der Firmenaktivitäten, die auf die einzelnen Arbeitsplätze abstrahlen und den Beschäftigten das Gefühl geben, an der Entwicklung von etwas Neuem beteiligt zu sein.

Wenn im Laufe der Marktetablierung der forschende Anteil gegenüber dem produzierenden geringer wird, entstehen zunehmend Arbeitssituationen, die sich in ihrer Ausprägung klassischen Industriearbeitsplätzen annähern. Vielfach hinkt die Einschätzung der Beschäftigten hinsichtlich ihrer Arbeitsplatzsituation der Entwicklung der tatsächlichen Arbeitsplatzbedingungen hinterher.

Als ein wesentliches Ergebnis der quantitativen Auswertung konnte festgestellt werden, dass die befragten Firmen für die zwei zurückliegenden Jahre (2006 –2008) ein Beschäftigungswachstum von rund sieben Prozent feststellen konnten, während das Wachstum für die zwei Folgejahre (2008 – 2010) nur noch halb so hoch eingeschätzt wird. Dabei ist der stärkste Zuwachs in der Gruppe der Firmen mit 21 bis 49 Beschäftigten zu erwarten. Diese ersten Ergebnisse der Voruntersuchung gilt es in einer weiteren Studie detailliert zu betrachten.

Als Ergebnis könnte dabei ein Indikatorensystem stehen, das Auskunft darüber gibt, wie weit sich ein Betrieb auf dem Weg in die Marktetablierung befindet und welche Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angemessen sind.

Land NRW startet Förderwettbewerb Energie 2010

Am 07.05.2010 gestartet :


Innovationswettbewerb Energie 2010
des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

(Einreichfrist endet am 09.09.2010)

Im Rahmen des EU-NRW-Programms - "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 - 2013" (EFRE) wurde am 07.05.2010 der Förderwettbewerb Energie.NRW, nach erfolgreicher Durchführung der ersten beiden Runden in den Jahren 2007 und 2009, nun zum dritten Mal ausgerufen.Mehr

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