juwi hat sich einen der besten Windstandorte in ganz Rheinland-Pfalz gesichert. Am 4. Februar erhielt juwi-Vorstand Matthias Willenbacher die Genehmigung für den Bau von acht Windrädern in den Gemeinden Dörrebach und Seibersbach.
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Dies berichtet auch Björn Gutheil in seinem Artikel vom 4.2.2012 (Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach):
In den Gemarkungen Seibersbach und Dörrebach werden acht Windkraftanlagen gebaut werden. Die entsprechenden Genehmigungsbescheide wurden am Mittwoch von Landrat Franz-Josef Diel und dem Ersten Kreisbeigeordneten Hans-Dirk Nies an die Firma juwi übergeben. „Wir werden umgehend mit den Bauvorbereitungsarbeiten beginnen“, sagt Michael Löhr, Pressesprecher von juwi.
Nötig seien die Abmessung des Geländes sowie die Realisierung von Transportwegen, da einige Anlagen inmitten eines Waldgebietes errichtet werden sollen. Zudem müssten einige Bäume gefällt werden, wofür jedoch neue gepflanzt würden, betont Löhr. Des Weiteren sollen Markierungen an den Stellen errichtet werden, an denen sich später die Windräder drehen sollen, informiert der Pressesprecher. Bauarbeiten sollen Ende März beginnen „Die konkreten Bauarbeiten werden dann hoffentlich Ende März beginnen“, sagt Löhr.
Die Gefahr eines begründeten Widerspruchs, der das Bauvorhaben noch stoppen könne, hält er für sehr gering und betont die Vorteile des Standorts: „Es ist einer der besten Windstandorte in Rheinland-Pfalz, die bebaut werden dürfen. Er ist windsicher und es kann mehr Strom erzeugt werden, als an manchen Anlagen an der Küste“, so Löhr. Das Wörrstädter Unternehmen rechnet damit, dass die Anlagen jedes Jahr zehn Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen können. Weitere Vorteile seien der große Abstand zu den nächsten Häusern, durch den Geräuschbelästigungen und Schattenwurf keine Themen seien. „Erfahrungsgemäß gehe ich davon aus, dass das erste Windrad noch in diesem Jahr ans Netz geht“, prognostiziert Löhr.
Zu Einwänden aus den beiden betroffenen Gemeinden sei es bislang nicht gekommen, sagt Helmut Hübner, Referent im Umweltreferat der Kreisverwaltung Bad Kreuznach. „Vorschriftsgemäß lagen alle Unterlagen vier Wochen lang zur Einsichtnahme aus. Anschließend konnten Bürgerinnen und Bürger noch zwei Wochen lang Einspruch einlegen“, erklärt Hübner. „Nachdem die Genehmigung nun erteilt wurde, besteht bei der Verbandsgemeinde Stromberg erneut die Möglichkeit, innerhalb der nächsten vier Wochen Widerspruch einzulegen“, fährt er fort. Hübner schätzt die Akzeptanz für die Anlagen in den beiden Gemeinden als hoch ein und glaubt nicht, dass noch ein relevanter Widerspruch erhoben werde.
„Wir sind froh, dass die Genehmigung für den Bau der Windräder nun endlich erteilt wurde“, sagt Nicole Reißert, Bürgermeisterin in Dörrebach. Schließlich hätten die Planungen für die Anlagen bereits 2005 begonnen. Bislang habe sie nur positive Resonanz von den Bürgerinnen und Bürgern ihrer Ortsgemeinde bekommen. „Mit der Windkraft leisten wir einen Beitrag, um die Kernenergie überflüssig zu machen. Außerdem bedeutet der Bau auch eine Einnahmequelle für unsere Gemeinde“, sagt Reißert.
„Ohne Windkraft keine Einnahmen“, bringt es Marita Spreitzer, Bürgermeisterin in Seibersbach, auf den Punkt. Die Gemeinde sehe den Bau der Windkraftanlagen durchweg positiv, da er dem Ort Geld bringe. Schließlich habe Seibersbach kein Gewerbegebiet und ein Unternehmen, das derzeit noch einen nennenswerten Betrag an Gewerbesteuer zahle, wandere nach Rheinböllen ab, informiert Spreitzer.
Erstes Kreisbeigeordneter Hans-Dierk Nies,juwi-Vorstand Matthias Willenbacher, Landrat Franz-Josef Diel, juwi-Projektmanager Christian Gander.