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Hybridtürme werden weltweit mobil produziert

Apr

23

2018

Bei internationalen Projekten setzt Max Bögl künftig auf die mobile Fertigung am Standort der Windkraftanlagen: Das sorgt für Wertschöpfung vor Ort, ermöglicht den günstigen Einkauf von Rohstoffen und belastet die Infrastruktur deutlich weniger als etliche Schwertransporte.

Rund 200 Mitarbeiter sind in der neuen mobilen Fertigung der Max Bögl Wind AG (link is external) in Huai Bong beschäftigt. Die meisten von ihnen sind thailändische Arbeitskräfte und arbeiten in drei Schichten, an sechs Tagen die Woche. Ziel ist es, pro Woche drei Hybridtürme für den Windpark Korat Wind Farm zu produzieren. Mit den Hybridtürmen können Nabenhöhen von bis zu 180 Metern wirtschaftlich realisiert. werden. Neben lokalen Arbeitskräften setzt das bayerische Unternehmen ebenfalls auf regionale Ressourcen wie Beton und Bewehrung.

Die hohen Qualitätsstandards der Werksfertigung werden in der mobilen Fabrik beibehalten, verspricht das Unternehmen. Das Equipment und die Prozesse aus langjähriger Erfahrung in der Herstellung der Betonsegmente müssen lediglich adaptiert und auf die neuen Fertigteilgrößen angepasst werden. Die CNC-bearbeiteten Betonsegmente sind in der mobilen Fertigung kleinteiliger.

Mitte August 2017 hatte Max Bögl damit begonnen, das komplette mobile Fertigteilwerk vom heimischen Standort Sengenthal über Nürnberg und Rotterdam nach Huai Bong zu verschicken. Bis Ende dieses Jahres sollen alle Türme für die Korat Wind Farm fertiggestellt sein.

„Die hohen Anforderungen an das Produkt verzeihen keine Fehler, so dass an allen maßgebenden Stellen in der mobilen Fertigung sowohl erfahrenes als auch speziell angelerntes und geschultes Personal tätig ist“, sagt Ralph Dresel, Gesamtprojektleiter Windparkprojekt Korat Wind Farm, über die Herausforderungen vor Ort. Auch mit dem örtlichen Klima musste sich das Unternehmen frühzeitig auseinandersetzen: „Die klimatischen Verhältnisse haben wir bereits während der Planungsphase des mobilen Fertigteilwerk berücksichtigt. Ferner werden Maßnahmen an der Betonmischanlage umgesetzt, damit die Verarbeitung des verwendeten Hochleistungsbetons und die Einhaltung der zulässigen Frischbetontemperatur gewährleistet werden können.“

Quelle: www.sonnewindwaerme.de

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