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Hochreine Bio-Garne aus Krabben-Schalen

Mai

29

2012

Dresdner Textilforscher stellen erstmals 100-prozentige Chitosan-Fasern her   Die Textilforschung unterstützt nach faserbasierten Implantaten und Blutgefäßen jetzt erneut den medizinischen Fortschritt. In Dresden gelang einem Bericht des Forschungskuratoriums Textil (FKT) zufolge erstmals die Herstellung biologisch reiner Chitosan-Garne. Das gesponnene Naturmaterial aus modifizierten Panzern von Krebstieren ist absolut biokompatibel, baut sich im Körper selbstständig ab und verspricht vielfältige biomedizinische Problemlösungen.   Chitin als Ausgangsbasis für chemisch hochwertigeres Chitosan ist wie Cellulose einer der reichlich vorhandenen Naturstoffe. Er fällt zum Beispiel bei der Krabben- verarbeitung an. In Forschungskooperation mit einem Chitosan-Hersteller für medizinische Applikationen gelang dem Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungs- werkstofftechnik (ITM) der TU Dresden, das Biopolymer zu verspinnen und daraus Flächengebilde herzustellen. Gewebe aus reinen Chitosan-Fasern in dieser Qualität und Festigkeit waren bisher vollkommen unbekannt; in Asien soll es OP-Nahtmaterial aus diesem Polysaccharid (Mehrfachzucker) geben. „Allerdings nicht von dieser Qualität, daher unterstützen wir dieses Projekt herstellerseitig“, sagt die Geschäftsführerin und Gründerin der Heppe Medical Chitosan GmbH aus Halle/Saale, Katja Richter.     Die Biotechnologin sieht für die hochreinen Bio-Garne sehr gute Marktchancen zum Einsatz etwa in der Regenerationsmedizin. So könnte eine Trägermatrix aus diesem Material in den Abmessungen eines Herzmuskels mit körpereigenen Stammzellen besiedelt werden. Nach einer gewissen Zeit [...]

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