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HDE plant freiwillige Vereinbarung für kostenpflichtige Abgabe von Plastiktüten

Okt

23

2015

Der Handelsverband Deutschland (HDE) arbeitet zurzeit gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BUMB) an einer freiwilligen Vereinbarung zur kostenpflichtigen Abgabe von Plastiktragetaschen im Handel. Dies bestätigte Kai Falk, Geschäftsführer und Pressesprecher des HDE, auf Nachfrage von EUWID. „Ministerin Hendricks hat sich in dieser Sache an uns gewandt“, so Falk. Eine einheitliche Gebühr in Höhe von 20 Cent werde es jedoch nicht geben. „Der Entwurf sieht einen angemessenen Betrag für die Plastiktüte vor, den jedes Unternehmen individuell festlegen kann“, so Falk. Wie der Pressesprecher weiter bestätigte, wird die Vereinbarung nun mit den einzelnen Mitgliedsverbänden und Unternehmen diskutiert. Eine Einigung soll voraussichtlich bis Weihnachten erzielt werden. Durch die freiwillige Vereinbarung soll eine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung vermieden werden. Eine Richtlinie der Europäischen Union vom April verpflichtet die Bundesregierung den Verbrauch von Plastiktüten deutlich zu reduzieren. Ab 2020 soll der Verbrauch auf 90 Plastiktüten und ab 2026 auf 40 Stück pro Einwohner gesenkt werden. Um die Entwicklung zu unterstützen kann eine generelle Bezahlpflicht eingeführt werden. Wie der HDE mitteilte, liegt der derzeitig Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei 71 Tüten pro Jahr und damit unter dem europäischen Durchschnitt von 198 Stück pro Einwohner. EUWID Recycling und Entsorgung erscheint jeden Mittwoch als Printausgabe. Premium-Abonnenten können die aktuelle Ausgabe bereits ab Dienstag 14.00 Uhr als E-Paper lesen.

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