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Freiburger Förderprogramm „Energiebewusst Sanieren“ bundesweit beispielhaft

Mai

30

2012

Während Viele vom unklaren Kurs der Bundesregierung bei der Abschreibung von Energieeinsparmaßnahmen verunsichert sind, bietet Freiburg mit dem städtischen Förderprogramm „Energiebewusst Sanieren“ seinen Bürgerinnen und Bürger jetzt bereits seit zehn Jahren Kontinuität. Die neuen Details der Förderung energetischer Sanierungen stellte heute Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik vor. Bereits seit zehn Jahren gibt es das Freiburger Förderprogramm „Energiebewusst Sanieren“. Begonnen als „Wärmeschutz im Altbau“ bis hin zum heutigen „Energiebewusst sanieren“. Beginn war 2002, damals noch als Pilotprojekt und zu 50 Prozent aus den Mitteln des Innovationsfonds der Badenova getragen. Seitdem hat die Stadt Freiburg insgesamt 1.650 Anträge bewilligt und 2,4 Millionen Euro Fördermittel ausbezahlt. Durch die geförderten Projekte konnte der Verbrauch für Heizenergie durchschnittlich um 38 Prozent reduziert werden und in den sanierten Häusern fast 10.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Für dieses Jahr stehen wieder Gelder in Höhe von insgesamt 450.000 Euro bereit. Gefördert werden:

  • Eigentümergemeinschaften von Wohnungen mit einer Energieberatung für ihr Gebäude mit 300 Euro; alle anderen Hausbesitzer bekommen 100 Euro pro Beratung.
  • Für die Dämmung von Dach, Außenwand und Keller sowie den Austausch von Fenstern gibt es städtische Zuschüsse von bis zu 1.200 Euro pro Wohneinheit.
  • Eine kostengünstige Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich oder den Einbau von Energiemanagementsystemen bei größeren Gebäuden wird mit 300 Euro pauschal bezuschusst.

Besonders lohnen sich sehr umfassende Sanierungen zum energiesparenden Effizienzhausstandard nach den Festlegungen der KfW. Hierfür gibt es von der Stadt mit einer Bonusregelung zusätzliche Fördermittel von bis zu 7.000 Euro je nach Effizienzklasse. Falls die Dämmung mit einer solarthermischen Anlage zur Heizungsunterstützung kombiniert wird, kommen noch 500 Euro Bonus hinzu. Auch bei Bund und Land gibt es derzeit sehr gute Förderkonditionen, wie beispielsweise zinsgünstige Darlehen ab 0,75 Prozent bei der L-Bank in Baden-Württemberg für energieeffiziente Sanierungen. Nach Berechnungen des Freiburger Umweltschutzamtes löste das Förderprogramm „Energiebewusst sanieren“ etwa das Zehnfache an Investitionen für die energetische Gebäudesanierung von Altbauten aus. Dies sorgte für ein dementsprechend großes Auftragsvolumen, vor allem für das regionale Handwerk. Die langjährige Förderung von Altbausanierungen und die Werbung zum Thema wirken sich auch auf andere Programme positiv aus: Im langjährigen Trend werden in Freiburg 60 Prozent mehr Bundesfördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen als im Landesdurchschnitt. Damit ist Freiburg ist beim Energiesparen durch Gebäudesanierung führend, die Sanierungsquote liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 1,1 Prozent. Autor: Robert Doelling

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