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Elektroauto-Kauf: Studie zu Early Adopter von E-Autos

Jun

03

2012

In einer kürzlich durchgeführten Studie wurde die voraussichtliche Erstkäufer-Zielgruppe (“Early Adopter”) für Elektrofahrzeuge identifiziert. “Frühe” private Elektroauto-Käufer sind danach gut verdienende, gebildete Männer zwischen 40 und 50, die technikinteressiert sind und meist mit Familie auf dem Land oder in der Vorstadt leben.

Die Studie mit dem Titel “Kaufpotenzial für Elektrofahrzeuge bei sogenannten ‘Early Adoptern‘” (Link zu Schlussbericht) wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI und vom Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) durchgeführt.

elektroauto-renault-fluence-natur Das Elektroauto Renault Fluence Z.E. im natürlichen Vorstadt-Idyll. Foto: Renault

Die Forscher schätzen die Kernzielgruppe der “Early Adopter” auf rund 50.000 Neuwagenkäufer pro Jahr. Um den Anteil der Privatkunden am Regierungsziel von einer Million E-Fahrzeugen bis 2020 zu erreichen, müssten allerdings 2015 bereits rund 40.000 und 2020 knapp 80.000 neue Elektroautos verkauft werden.

Als weitere potenzielle Erstkäufer sehen die Fraunhofer-Wissenschaftler berufstätige Männern über 50 mit hoher Technikaffinität, aber auch gutsituierte Personen im Ruhestand, für die die technischen Aspekte, ihr Umweltbewusstsein sowie der Wunsch, ein besonderes Auto zu fahren, ausschlaggebend sein könnten. Zudem müsse das Elektroauto ihren gehobenen, altersgerechten Komfortansprüchen genügen. Eine große Kundengruppe bilden außerdem sehr umweltbewusste Menschen, die auf ein Auto angewiesen sind.

Aktuell sind laut ISI wirtschaftliche Vorteile durch geringe Betriebskosten von Elektroautos bei der Kaufentscheidung noch nachrangig. Ausschlaggebend seien vielmehr die positive Umweltwirkung und die Fahreigenschaften von E-Autos (besonders die vermutete bessere Beschleunigung im Vergleich zu Autos mit konventionellem Verbrennungsmotor).

Kaufmotive und -barrieren

Generell zeigt die Studie: Je “normaler” Elektrofahrzeuge im Alltag werden, desto geringer wird die Bedeutung des Technikinteresses als mögliches Kaufmotiv. Stattdessen entscheidet dann die Umweltentlastung über Kauf oder Nichtkauf.

Als größte Hindernisse für eine stärkere Verbreitung der E-Fahrzeuge erachten die Forscher nach wie vor die limitierte Reichweite und den hohen Anschaffungspreis. Im Blick behalten sollte die Autobranche deshalb die Gewerbekunden. “Aufgrund des generell hohen Anteils gewerblicher Käufer an den Pkw-Neuzulassungen sowie der oft besseren Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen durch eine hohe Fahrleistung ist von einer großen Bedeutung dieser Käufergruppe in den kommenden Jahren auszugehen”, hieß es.

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