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GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Doktorandin / Doktorand - Evolutionsökologie mariner Fische

Apr

21

2017

Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine von der Bundesrepublik Deutschland (90%) und dem Land Schleswig-Holstein (10%) gemeinsam finanzierte Stiftung des öffentlichen Rechts und gehört zu den international führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung. Das GEOMAR verfügt zurzeit über ein jährliches Budget von ca. 80 Mio. Euro und hat ca. 1000 Beschäftigte. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt ist in der Forschungseinheit Evolutionsökologie mariner Fische die Stelle einer/ eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (Doktorandin/ Doktorand)
im Rahmen des DFG Projektes Convergent evolution of immunological tolerance in female and male pregnancy zu besetzen. Die Projektleiterin ist Dr. Olivia Roth (GEOMAR, Kiel) in Kollaboration mit Dr. Sissel Jentoft (Centre for Evolutionary and Ecological Synthesis (CEES), Oslo, Norwegen) und Dr. Till Bayer (GEOMAR, Kiel). Eine enge Kooperation mit einem weiteren Doktoranden, der bereits im Projekt angestellt ist, und einem Postdoc, den wir in Kürze suchen werden, im gleichen Projekt wird vorausgesetzt.
Aufgaben:
Wir suchen eine/ einen motivierten und enthusiastische/n Bewerberin/ Bewerber, die/der unsere Begeisterung für das Immunsystem und die männliche Schwangerschaft von Seenadeln und Seepferdchen teilt und sich sowohl experimentell wie auch molekularbiologisch und bioinformatisch mit dessen Evolution und der genetischer Grundlage beschäftigen will.
Projektbeschreibung:
Viviparität, das Lebendgebären, hat sich im Tierreich mehrmals unabhängig evolviert. Neben vielen morphologischen Anpassungen, waren Veränderungen in der immunologischen Toleranz unabdingbar für die Evolution der Schwangerschaft und Plazenta von Säugetieren. Nur wenn der Embryo immunologisch toleriert wird, ist eine erfolgreiche Schwangerschaft möglich. In anderen Wirbeltieren sind diese Prozesse unbekannt. Die Arbeitsgruppe parental investment and immune dynamics von Dr. Olivia Roth erforscht die Evolution von Paarungssystemen in der artenreichsten Wirbeltiergruppe, den Knochenfischen. Der Fokus liegt dabei auf der Evolution immunologischer Toleranz in der männlichen Schwangerschaft von Seenadeln und Seepferdchen (Syngnathiden). Das Ziel dieses Projektes ist es zu untersuchen, wie männliche Schwangerschaft mit dem adaptiven Immunsystem koevolvierte. Mit komparativer Genomik, Transkriptomik und genetischer Modifikation (knock-in / knock-out) soll die genetische Basis von Merkmals-Verlust und Gewinn in der männlichen Schwangerschaft untersucht werden. Dies soll Aufschluss darüber geben, welche Gene in der Evolution von parentaler Investition von ihrer ursprünglichen Form rekrutiert wurden (Genkooption) und welche Gene neu evolviert wurden. Der Schwerpunkt der Arbeit des erfolgreichen Bewerbers werden Verpaarungsexperimente sein, gefolgt von komparativer Transkriptomik über die reproduktive Phase von verschiedener Syngnathiformes Arten, die unterschiedliche Formen von parentaler Investition zeigen (Beitragen von nur Eiern und Spermien bis zu weiblicher und männlicher Schwangerschaft) und Geschlechterrollen (von konventionell bis vertauscht). Gemeinsam mit dem komparativen Genomik Ansatz (co-Doktorand) und genetischen Modifikationen (Postdoc) werden wir die konvergente Evolution von parentaler Investition untersuchen. Das GEOMAR, die Universität Kiel und das Max Planck Institut für Evolutionsbiologie in Plön bieten ein stimulierendes wissenschaftliches Umfeld für Evolutionsbiologie. Die/der Doktorand/in wird sich einer unserer Graduierten Schulen anschließen, der International Max-Planck Research School for Evolutionary Biology (IMPRS) oder der Integrated School for Ocean Sciences (ISOS). Kiel ist die Hauptstadt des nördlichsten Bundeslandes Deutschlands, und befindet sich direkt an der Ostsee. Kiel ist ausgezeichnet für Outdoor Aktivitäten geeignet, insbesondere Wassersportbegeisterte werden die Umgebung lieben. Anforderungsprofil:
Die/ der erfolgreiche Kandidat/in sollte einen Master oder ein Diplom in Biologie haben, sehr motiviert sein und Teamfähigkeit mitbringen. Ein Hintergrund in Evolutionsbiologie und Kenntnisse in Immunologie und Molekularbiologie, sowie Erfahrung in der Analyse von next-generation sequencing data sind erwünscht. Erfahrung im Umgang mit Fischen und dem Durchführen von Aquarien Experimenten wären positive Zusatzqualifikationen. Die Stelle ist befristet für 3 Jahre zu besetzen mit dem Ziel der Promotion. Die Vergütung erfolgt bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe E 13 (TVöD-Bund). Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit entspricht 65% einer/eines Vollbeschäftigten. Das Arbeitsumfeld ist englischsprachig. Das GEOMAR hat sich die Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt. Bewerbungen von Frauen werden daher ausdrücklich begrüßt. Das GEOMAR setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsanlagen mit Lebenslauf, einem einseitigen Forschungs- und Motivationsschreiben, und die Namen und Adressen von zwei Referenzen per E-Mail in einem PDF Dokument in englischer Sprache bis zum 16. Mai 2017 unter dem  Stichwort "Converge Preg" an bewerbung@geomar.de. Zusätzliche Auskünfte zu der ausgeschriebenen Stelle erteilt Frau Olivia Roth (oroth@geomar.de; Tel.: 0431 600-4557). Bitte sehen Sie von telefonischen Rückfragen zum Stand des Verfahrens ab, sondern stellen Ihre Fragen unter Angabe des Stichwortes per E-Mail an bewerbung@geomar.de. Weitere Informationen zum GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel bzw. der Helmholtz-Gemeinschaft finden Sie unter www.geomar.de oder www.helmholtz.de und zur Arbeitsgruppe von Olivia Roth unter http://www.geomar.de/en/mitarbeiter/fb3/ev/oroth/.

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