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Deutsche Umwelthilfe fordert Abgabe von 22 Cent auf Plastiktüten

Apr

17

2013

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Einführung einer generellen Abgabe in Höhe von 22 Cent auf Plastiktüten. Um die Zahl von mehr als fünf Mrd Plastiktüten, die in Deutschland Jahr für Jahr über die Ladentheken gehen, kurzfristig und effektiv zu verringern, sei eine derartige Abgabe auf alle Einwegtragetaschen notwendig, teilte die DUH heute mit. Die Abgabe soll die Kunden motivieren, statt der Wegwerftüten umweltfreundliche Mehrwegtragetaschen zu nutzen. „Die Einführung einer Abgabe wird das Aufkommen umweltschädlicher Einwegtragetaschen radikal reduzieren und den Handel schnell dazu bewegen, dem Kunden attraktive Mehrwegtragetaschen anzubieten", hofft DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Anders als eine materialbasierte Steuer, für die der Tütenhersteller aufkommt, führe eine verbraucherbezogene direkte Abgabe pro Tragetasche nach Überzeugung der DUH zu einer sofortigen Verringerung ihrer Verbreitung. Erfahrungswerte aus Irland hätten gezeigt, dass eine derartige Abgabe effektiv wirken kann. So habe die Einführung einer Plastiktüten-Abgabe von 22 Cent dort zu einer Reduktion des Plastiktütenverbrauches von 328 auf 8 Stück pro Kopf und Jahr geführt. Rechtlich könne eine Abgabe auf Einwegtragetaschen entweder bundesweit oder auch auf Länderebene eingeführt werden. Insbesondere in Ballungsräumen wie Berlin, wo der Plastiktütenkonsum besonders hoch ist, sind nach Erwartung der DUH schon bei 22 Cent pro Tüte schnelle Reduktionserfolge zu erwarten. EUWID Recycling und Entsorgung erscheint immer mittwochs als Printausgabe. Unsere Premium-Abonnenten können die Ausgabe bereits dienstags ab 14.00 Uhr als E-Paper lesen. Unsere Marktberichte stehen ebenfalls frühzeitig online zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

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