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Auftragsbestände im deutschen Baugewerbe rückläufig – Wirkung des Konjunkturprogramms lässt nach

Jul

16

2010

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat nun die Ergebnisse seiner Konjunkturumfrage für Juni 2010 veröffentlicht: Die Bauunternehmen haben auch im Juni ihre Produktion saisontypisch steigern können. Insbesondere die Geschäftslage hat sich im Wohnungsbau wie auch im Wirtschaftsbau verbessert. Im Wohnungsbau ist auch die Nachfrage nach Bauleistungen im Trend gestiegen. Während sich im Wirtschaftsbau die leicht steigende Tendenz ausgehend von einem niedrigen Niveau fortsetzt, geht im öffentlichen Bau (Hoch und Tiefbau) die Nachfrage zurück. Dies deutet wohl darauf hin, dass der Zustrom an Aufträgen aus den Konjunkturprogrammen abebbt. Der derzeitigen Bautätigkeit tut das jedoch noch keinen Abbruch.

Die Bautätigkeit ist in allen Sparten gestiegen, dies markant im Wohnungsbau und im Straßen- und Tiefbau. Die Beschäftigung hat damit weiter zugenommen. Die gestiegene Bautätigkeit einerseits und nachlassende Zustrom der Aufträge im öffentlichen Bau schlagen sich allerdings in sinkenden Auftragsbeständen nieder. In den alten Ländern sank die Reichweite der Bestände im Hochbau von 2,7 Monaten auf 2,3 Monate, im Tiefbau von 2,2 Monaten auf 1,8 Monate.

Kurzfristig wird die Geschäfts-, Auftrags- und Preisentwicklung für die nächsten drei Monate als insgesamt gleichbleibend erwartet. Für die Geschäfts- und Auftragsentwicklung überwiegen zunehmende Beurteilungen die abnehmenden. Die Preiserwartungen sind hingegen eher abnehmend.

Der Facharbeitermangel bereitet besonders in den alten Ländern Sorge und führt zu Baubehinderungen. Meldungen über Zahlungsverzögerungen der Auftraggeber haben ebenfalls für Behinderungen gesorgt.

Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

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